Dienstag, 31. Juli 2018
Trockenzeit
hausarzt-blog, 13:06h
Fast jedes Jahr, wenn der Sommer zur Hochform aufläuft und die Tagestemperaturen die 30-Grad-Marke deutlich überschreiten, spielen sich in meiner Praxis die gleichen Szenen ab. Das Wartezimmer ist voll von Menschen jeden Alters mit unterschiedlichen Beschwerden gleicher Ursache:
Kopfschmerzen, Schwindel, geschwollene Beine, Übelkeit, Durchfall, brennende Augen, trockener Mund, Muskelkrämpfe ...
Meistens genügt eine kurze Untersuchung und ein Urintest, um den Schuldigen zu entlarven: den Flüssigkeitsmangel.
"Es ist harmlos, aber sie müssen viel mehr trinken", sage ich meinen Patienten, die trocken, wie die Namibwüste meine Sprechstunde aufsuchen. Die Standardantwort darauf kommt in neun von zehn Fällen: "Aber Herr Doktor, ich trinke doch schon so viel!" "Sie sollen nicht nur viel, sondern vor allem genug trinken", entgegne ich dann meist, gefolgt von dem Hinweis, dass das soeben gemessene spezifische Gewicht des Patientenurins nahe an das von Quarzsand reicht. Doch in vielen, ja sogar in den meisten Fällen ist es den Betroffnen trotzdem nicht nahe zu bringen, dass zwei oder drei Liter Wasser, Tee oder sonst was pro Tag während einer Hitzeperiode nicht ausreichen.
Ich bin auch mittlerweile die Diskussionen leid, mit denen ich bislang versuchte, meine uneinsichtigen Patienten von der Notwendigkeit der inneren Bewässerung zu überzeugen.
"Naja, wenn Sie nicht mehr trinken wollen, kann man gegen ihre Beschwerden leider nichts machen, da gibt's auch nichts von Ratiopharm."
Kopfschmerzen, Schwindel, geschwollene Beine, Übelkeit, Durchfall, brennende Augen, trockener Mund, Muskelkrämpfe ...
Meistens genügt eine kurze Untersuchung und ein Urintest, um den Schuldigen zu entlarven: den Flüssigkeitsmangel.
"Es ist harmlos, aber sie müssen viel mehr trinken", sage ich meinen Patienten, die trocken, wie die Namibwüste meine Sprechstunde aufsuchen. Die Standardantwort darauf kommt in neun von zehn Fällen: "Aber Herr Doktor, ich trinke doch schon so viel!" "Sie sollen nicht nur viel, sondern vor allem genug trinken", entgegne ich dann meist, gefolgt von dem Hinweis, dass das soeben gemessene spezifische Gewicht des Patientenurins nahe an das von Quarzsand reicht. Doch in vielen, ja sogar in den meisten Fällen ist es den Betroffnen trotzdem nicht nahe zu bringen, dass zwei oder drei Liter Wasser, Tee oder sonst was pro Tag während einer Hitzeperiode nicht ausreichen.
Ich bin auch mittlerweile die Diskussionen leid, mit denen ich bislang versuchte, meine uneinsichtigen Patienten von der Notwendigkeit der inneren Bewässerung zu überzeugen.
"Naja, wenn Sie nicht mehr trinken wollen, kann man gegen ihre Beschwerden leider nichts machen, da gibt's auch nichts von Ratiopharm."
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decordoba,
Dienstag, 31. Juli 2018, 14:37
Herzinsuffizienz
Sehr geehrter Hausarzt!
Ich zweifle keineswegs an ihrer ärztlichen Kompetenz, aber bei geschwollenen Beinen würde ich nicht an den Flüssigkeitsmangel infolge "zu wenig trinken" denken.
Es könnte eine Herzinsuffizienz sein. Ich hatte auch schon geschwollene Beine, bei mir war es der überhöhte Alkoholkonsum. Das habe ich gerade noch rechtzeitig bemerkt, andernfalls hätte ich "den Löffel bereits abgegeben"
Ich zweifle keineswegs an ihrer ärztlichen Kompetenz, aber bei geschwollenen Beinen würde ich nicht an den Flüssigkeitsmangel infolge "zu wenig trinken" denken.
Es könnte eine Herzinsuffizienz sein. Ich hatte auch schon geschwollene Beine, bei mir war es der überhöhte Alkoholkonsum. Das habe ich gerade noch rechtzeitig bemerkt, andernfalls hätte ich "den Löffel bereits abgegeben"
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