Samstag, 16. April 2016
Willkommen
Auf diesem Blog werde ich interessierten Lesern mehr oder weniger regelmäßig meine lustigen, traurigen, erstaunlichen, aufregenden und langweiligen Erlebnisse als Hausarzt berichten.

Ich werde nicht verraten, wer ich bin und wo ich praktiziere, und auch die Anonymität meiner Patienten bleibt selbstverständlich strengstens gewahrt. Sollte ein Leser glauben, sich in einem Beitrag selbst zu erkennen, so handelt es sich um einen reinen Zufall. Wer nicht an den Zufall glaubt, kann ja mal bei seinem Hausarzt nachfragen.

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Wenn auch nur einer ihrer Patienten sich hier wiedererkennt, könnte das sehr unangenehm für Sie werden. Sie unterliegen der Schweigepflicht. Einzelheiten von Patienten in einem Blog zu berichten, selbst wenn Sie keinerlei Namen nennen, gehört sicher nicht zur Schweigepflicht.

Wenn Sie nicht gesagt hätten, dass Sie Hausarzt sind und alle ihre Beiträge als "Fiktion" bezeichnet hätten, wäre die Situation eine ganz andere.

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unfug.
mit entsprechender intention kann sich sehr schnell ein patient in einer geschichte wiedererkennen - obwohl der arzt in new york und der patient in budapest sitzt, und die geschichte frei erfunden ist. wenn die krankheit und die befindlichkeiten des patienten zusammenpassen, und dann womöglich auch noch die behandlung: hossa. da hat dann jeder arzt, der bloggt, eine klage nach der anderen an der backe.

geschichten aus der praxis erzählen ganz viele ärzte, rechtsanwälte, krankenschwestern, pfleger, taxifahrer, pharmareferenten, köche, kellner, restaurantbetreiber, usw. in blogs, auf facebook, twitter etc. - was soll denn, bitteschön, diese unangebrachte panikmache? gerade die angehörigen der gesundheitsberufe sind sich durchaus ihrer verantwortung und verpflichtung bewusst - dazu gehört aber einerseits nicht nur die verschwiegenheitspflicht, sondern auch die aufklärung: und die kann erfolgen, wie es opportun erscheint.

liebe birgit, am besten wäre es wohl sie würden diese ihre warnung auch in allen anderen blogs hinterlassen. am besten bei jedem einzelnen suspekten bei-/eintrag und kommentar. beginnen sie am besten bei pharmama, dem kinderdoc, dem shopblogger, und setzen sie dann vernünftigerweise ihre aufklärungsarbeit beim bestatterweblog, dem lawblog (udo vetter ist ihnen ganz sicher besonders dankbar!), und ganz generell einigen anderen blogs, die ich hier nicht gesondert erwähnen will, weiter fort.

vielleicht initiieren sie auch eine petition, das wäre doch mal was ...

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Danke für den korrekten Kommentar, Kelef, das erspart mir ausgreifende Erklärungen. Eine Verletzung der Schweigepflicht liegt natürlich nur dann vor, wenn ein Patient beim Namen genannt würde oder anhand der Schilderung von Dritten zweifelsfrei zu identifizieren wäre. Selbst wenn ein Patient glaubt, sich in einem Beitrag zu erkennen, ohne dass konkrete Hinweise auf seine Person veröffentlicht wurden, liegt keine Verletzung der Schweigepflicht vor.

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Hallo,
ich finde es traurig, auf welche Art und Weise Sie hier über ihre Patienten sprechen. Obwohl ich gut verstehen kann, dass einem da ein manches Mal die Hutschnur hochgehen kann. Als ehemalige Arzthelferin und später Krankengymnastin war es mir immer eine besondere Herausforderung, auch den schwierigen Patienten, oder gerade diesen, die Hand zu reichen. Denn oftmals sind diese nicht wirklich böse Menschen, sondern haben Probleme, suchen Hilfe und sind teilweise sehr verängstigt und haben sicherlich Besseres zu tun, als ihren Arzt zu ärgern.
Menschlichkeit und ein gesundes Maß an Mitgefühl muss man können!
Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass sich diese Gedanken-Bulimie in diesem Blog für Sie lohnt und dazu führt, dass sie wieder Spaß an ihrem Beruf finden.
Ich hoffe, Ihnen nicht zu nahe getreten zu sein und vielleicht täusche ich mich auch in meiner Einschätzung und es finden sich ja bald auch ein paar positive Berichte hier. Ich lass mich gern überraschen.

LG, liva

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Also ich wüsste wirklich gern, was mein Hausarzt über mich bloggt. Allerdings würde ich nicht gerne wissen, dass er das überhaupt macht.

Vermutlich ist es eine gute Idee, um direkten Umfeld die heilige Omerta zu bemühen, denn wenn einer gezielt solche Praxis-Geschichten scant, weil er vielleicht "Verdacht schöpft" und das dann mit niedriger Reizschwelle, tja dann ist der Zank möglicherweise schneller im Hause als man denkt. Das könnte dann sogar mit nicht einmal der echten Krankengeschichte passieren, wo es dann auch nicht hülfe darauf zu verweisen. Denn der Beleg wäre nur durch ein knackiges Vergehen gegen die Schweigepflicht zu liefern.
"Keine Angst, Herr M, ich habe nicht über Sie sondern über Herrn P geschrieben. Hier, vergleichen Sie mal die Krankenakten. Der Beitrag im Blog ist doch eindeutig mit Herrn P verknüpft, weshalb Ihre Anschuldigungen gegen mich völlig haltlos sind."
Hmm, das geht natürlich so nicht :-)

Nen bloggenden Hausarzt finde ich sonst eigentlich recht vielversprechend, da über solcherlei Döntjes wie "Neulich in der Sprechstunde..." möglicherweise verschiedenste Vorurteile/Fehleinschätzungen/Desinformation gefunden und etwas bearbeitet werden können. Volle Aufklärungskraft voraus! Oder was?

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Ärzte sind auch nur Menschen, und warum sollte sich ein Hausarzt nicht auch einmal anonym über seinen Alltag auslassen dürfen? Es wurde ja auch beschrieben, dass nicht nur negative Dinge kommen sonder vlt auch lustige oder liebenswerte Momente. Das ist doch ein spannender Einblick (vorallem für Medizinstudenten)!
Und mal ehrlich..Wer hat sich nicht schonmal über seinen Arzt aufgeregt? Und kann ihn dann nach dem Lesen eines solchen Blogs vielleicht besser verstehen?
Nicht von Anfang an so negativ sein, Leute ;) gebt ihm doch eine Chance.

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